Meet Entwicklerin Jennifer

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Wir hatten die Möglichkeit, uns mit einigen Entwickler:innen aus der matched.io Community zu unterhalten und möchten euch die spannenden Ergebnisse nicht vorenthalten!






Heute hat sich Entwicklerin Jennifer Zeit genommen und uns von ihrer Meinung zu Barrierefreiheit im Netz, den Mangeln an Frauen in MINT-Berufen und was bei der Arbeit am wichtigsten ist berichtet.











Moin Jennifer, stell dich gern kurz vor.


Ich bin Webentwicklerin Anfang 20, arbeite sowohl an Front- als auch Backends und lege dabei besondere Aufmerksamkeit in die Barrierefreiheit. In meiner Freizeit entwickle ich an meinem Blog, Hacke Spielekonsolen (oder versuche das zumindest) und bastle gern.


Was gefällt dir an matched.io?


Ich mag, dass tatsächlich der stack der Unternehmen mit in die Scores einspielen. So bekomme ich nicht ständig Nachrichten von Recruiter*innen, die vollkommen andere Menschen als mich suchen, aber es leider nicht besser wissen. Auch wenn ich grade einen Job habe, mit dem ich zufrieden bin, nerven mich die E-Mails von matched.io nicht. (Anders als LinkedIn, was ich in ein eigenes Postfach verbannt , und da seit Monaten nicht mehr reingeschaut habe)


Wie bist du zum Entwickeln gekommen?


Ich war schon immer sehr an technischen Themen und insbesondere Computer (-Spielen) interessiert und habe die Veranlagung, Dinge, die ich mag, auch selbst machen zu wollen. Als ich dann endlich im Matheunterricht einen programmierbaren Taschenrechner verwenden durfte, habe ich die meisten Stunden damit verbracht, kleinere Spiele zu entwickeln. Zusätzlich dazu hatte ich dank der Hilfe meines Bruders meine eigene Webseite, auf der ich unterschiedlichste mehr oder weniger kreative Dinge, die ich gemacht habe hochgeladen hatte. Als es dann drum ging, zu entscheiden, was ich nach dem Abitur mache, war mir klar, dass ich so bald wie möglich arbeiten wollte und ich habe mich für eine Ausbildung als Fachinformatikerin entschieden.


Und was gefällt dir daran am besten?


Die Abwechslung, das Lösen von Puzzles und das Gefühl, die Ergebnisse meiner Arbeit tatsächlich auch als solche zu sehen.


Ein Lebenslauf ist ...


... grundsätzlich irrelevant. Was zählt sind die Kenntnisse und Bereitschaft, neues zu lernen.


Welche war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn?


Keine Verlängerung meines Vertrages bei einer Firma, die es geschafft hat, mich innerhalb weniger Monate vollkommen auszubrennen, anzustreben.


Welchen Beruf haben sich deine Eltern für Dich vorgestellt?


Medizin


Was bedeutet für dich Barrierefreiheit im Netz?


Eine Seite ist barrierefrei (oder eher barrierearm) wenn sie sämtliche für die Entwicker*innen mögliche Schritte macht, von so vielen unterschiedlichen Menschen wie möglich verwendet werden zu können.


Was ist dir bei der Arbeit wichtig?


Man sollte hinter seiner Arbeit stehen, es also für sinnvoll halten und zumindest meistens Spaß bei der Sache haben. Ansonsten finde ich ein Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein sehr wichtig.


Warum gibt es nicht mehr Frauen in der IT-Branche?


Sexismus. In unserer Branche ist es leider immer noch viel zu normal, als Frau in jeder möglichen Situation eklige Sprüche an den Kopf geworfen zu bekommen. Das hat schon bei meinem Informatiklehrer am Gymnasium angefangen, als er die einzige andere nicht männliche Person quasi aus dem Kurs geekelt hat.


Entwickeln bedeutet lebenslanges Lernen. Was hast du außerhalb deines Jobs als letztes gelernt?


Bilder skalieren auf iOS in einem Flexbox Container nur dann richtig, wenn sie die CSS Regel "align-self: flex-start" haben. Das ist mir gestern bei meinem Blog auf die Füße gefallen.


Was bringst du neben deinen Entwicklungs-Skills mit?


Die Fähigkeit, eigenständig zu lernen ist vermutlich das aller wichtigste, was ich zur Arbeit mitbringe.


Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?


Wenn ich lange an einem nervigen Bug hing und es dann kurz vor Feierabend doch noch schaffe, dass alles läuft.


Was ist dir bei der Arbeit wichtig?


Mitspracherecht, Wertschätzung und eine faire Bezahlung.


Was macht einen guten Arbeitgeber aus?


Auf Augenhöhe mit den Mitarbeiter*innen reden zu können. Ich sehe meinen Chef mehr als geschätzten Kollegen, als als Chef und genau so sollte das meiner Meinung auch sein.


Podcast oder Buch? Empfehlungen?


"I‘m a queerfeminist cyborg, that’s okay" von Mika Murstein und als Podcast "Welcome to Nightvale"


Vielen Dank, liebe Jennifer, für deine Zeit!